Whangarai. Ich mache einen
Zwischenstopp. Hier ist ein schöner Wasserfall: ...
... oben schwingen sich
mutige Kinder in den Fluss ...... und unten führt ein Wanderweg zu einem Kauri-Baum-Hain entlang des Flusses.
Kawakawa - Das
Hundertwasser Klo ist ein „MUST SEEN“ (muss man gesehen haben)
auf meinem Trip. Schwer zu finden aber nett anzusehen wie berühmte
Künstler ihr Talent an öffentlichen Toiletten auslassen:)
Wenn man die Fähre umgehen will muss man die Schotterpiste fahren. Abenteuersafari durch den Nordlandjungel. Würde Gegenverkehr kommen wüsste ich nicht ob ich ausweichen könnte und ich fahre nur 30 km/h. Es staubt hinter mir. Mein Auto sieht aus wie eingeschneit.
Russell – Dieses
Dorf im Norden wurde früher auch Neuseelands Höllenloch genannt.
Hier trieben sich Piraten rum, florierte Prostitution und befindet
sich bis heute die älteste praktizierende christliche Kirche
Neuseelands (hätte nie gedacht das mal in einem Satz ausdrücken zu
müssen :).
Meine Gastfamilie erwartet
mich schon. Der (deutsche) Hund (,namens Pepper) springt mir
entgegen. Da ist Mutter Bronwyn, Vater Blair, die Söhne Hamish und
Logan, sowie die deutsche Aupair Daniela. Sie haben ein Haus auf dem
Land mit Blick über die grasigen Hügel auf die Manawaora-Bucht.
Bronwyn ist eigentlich
Grundschullehrerin aus Auckland, Blair eigentlich Bootsbauer aus
Hamilton. Seit dem sie vor 3 Jahren sind sie von Auckland hier her
gezogen. Hamish besucht seit seinem Geburtstag die Schule sein Bruder
Logan geht noch in das „Play Centre“ (temporäres
Kinderbetreuungskonzept, ursprünglich von arbeitslosen Müttern,
heute eher Auslaufmodell da kaum noch Mütter für die Kind und
Haushalt zu Hause bleiben). Daniela betreut die beiden Jungs von
morgens bis nachmittags.
Meine Arbeitsaufgaben.
Ich arbeite mit den Eltern gemeinsam auf dem Grundstück eines
italienischen Millionärs. Das 10 x 10 km große Gelände mit 2
luxuriösen Ferienhäusern gilt es zu hegen und zu pflegen. Es gibt
viel zu tun: ich schneide „Flax“ (wächst überall wie Unkraut,
3m hoch, sieht aber gut aus), streiche Stromhäuschen, Hundehütte...,
fahre Rasenmähertraktor, mache den Schwimming Pool sauber, sortiere
und befülle die Getränkekühlschränke und die Vorratskammer, fahre
das Sprühtank-Quad während Blair Unkrautex spritzt, 2 Schafe einfangen …
Meine Gastfamilie nimmt mich
mit zum Angeln. Ich fange im Pazifik meinen ersten Fisch und erlege
mit dem Sper Aale und Flunder. Es wird nur getötet was auch verzerrt
werden soll. Mit dem Kajak und zu Fuß erkunde ich die Buchten und
bestaune die faszinierende Natur.
Wailling Station. An
meinem freien Tag mache ich einen 4 Stundenmarsch durch den Busch
Richtung „Cape Brett“. Die Landschaft ist phänomenal: Sumpf,
Dschungel-Hügel, Klippen, Traumhafte Buchten, Das Meer mit den
zahllosen kleinen Inseln. Die Tiergeräusche (Vögel und Insekten)
erfüllen die heiße Luft und hypnotisieren einen förmlich.
Waitangi
Day – Ich nehme die Fähre von Russell nach Waitangi. Dort
finden seit gestern (05/06.02.2014) die Festivitäten um den
Nationalfeiertag statt. Der kaum 200 Jahre alte Vertrag zwischen den
Siedlern (hauptsächlich Briten) und den Maori (Ureinwohner
Neuseelands) ist eines der bedeutendsten historischen Ereignisse der
Neuseeländischen Geschichte. Gestern war der Premie-Minister
Neuseelands da. Heute marschiert die Marine (Schiff + Besatzung) auf,
verschiedene Kulturvereine präsentieren sowie mit ihren Darbietungen
und kulinarischen Spezialitäten. Ein großer Trupp Demonstranten
bewegt sich vom „Treaty House“ (Haus in dem der Vertrag
unterzeichnet wurde), einmal um den Fahnenmastplatz zur „Marae“
(Maorie Gemeindesaal. Ich wohne dem Treiben bei und verfolge
interessiert die Art und Weise wie sie kriegerisch gegen „Öl
fracking“ in der Tasmansee protestieren.
3 wundervolle Wochen blieb ich im Nordland.

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