Donnerstag, 27. Februar 2014
TLZ-Leser wissen es eher ;) ...
Hier mein aktuellster Zeitungsartikel über meine vergangenen 2 Monate im Kiwiland. (Einfach dem Link folgen. Ziehts euch rein :)
http://eichsfeld.tlz.de/web/lokal/detail/-/specific/Eichsfelder-reist-seit-Anfang-des-Jahres-durch-Neuseeland-und-arbeitet-bei-Famil-2047906441
Sonntag, 23. Februar 2014
HelpXer Teil 3: Taupo - Tongariro Nationalpark
Taupo - Tongariro National Park
Village. Ich bin zu Gast bei Fiona und Peter die im Zentrum der
Nordinsel leben.
Der Weltumraddler: Einen Tag vor meiner
Ankunft haben die beiden zufällig auf dem Campingplatz nach einem
Musik-Konzert Michael aufgegabelt. Der Musikschullehrer aus Mainz ist
seit August letzten Jahres mit dem Fahrrad um die Welt unterwegs. Er
ist schon durch Großbritanien , sowie quer durch Nord- und
Südamerika geradelt (siehe Link zu Michaels Blog:
http://1xumdiewelt.jimdo.com).
Er kommt mit uns von Taupo aus in das Ferienhaus meiner Gasteltern in
den Tongariro National Park.
Meine Gastelter, Fiona und Peter sind
total Sportverrückt (; wie sich im Laufe des Berichtes noch erahnen
lässt ;).
Hund Kelili ist ist auch immer dabei.
Meine Arbeitsaufgaben:
Tongariro National Park Village.
Ihre Ferienhütte im Nationalpark braucht einen frischen Anstrich.
Das heißt: alter Anstrich ablösen mit einem Werkzeug mit Klinge um
die Farbschicht abzupellen, einer Schleifmaschiene und Schleifpapier.
Sicherheitshalber tragen wir Mundschutz. Denn der Feinstaub ist
sicher nicht all zu gesund in der Lunge.
Neue Farbschicht auftragen mit Pinsel
und Farbroller.
Busch umflanzen, Flaxing, firewood
stacking,
Taupo. Pflanzen beschneiden,
Wäsche machen, Essen kochen, Pete beim Internetseite (für seine
1-Mann-Haus-Renovierungs-Firma) gestalten unterstützen.
Kajaking
Taupo. Wir fahren Kajak auf dem
Waikato River: Achtung Wirlpoolalarm! Riskante Wirbkelströmungen
laden ungeübte Paddler zum kentern ein. Gut das Pete ein Kajak-Guid
ist. Wir kommen vorbei an einer „Hot Water“ -Quelle (ich nenne
sie auf den erstenblick „Granny Soup“ (Rentnersuppe) da nur alte
Leute sich dort tummeln.
An einem Kliff ist das Bungy Cafe auf dem
sich über 10 min lang ein junges Mädchen versucht in die Tiefe zu
stürzen. Sie wird von allen Seiten angefeuert und springt
letztendlich doch. Wer hier nackt einen Kaffee bestellt darf
kostenlos den Gummiband-Hüpfer wagen.
Mountainbiking
Horopito – Ohakune (Tongariro
National Park). Wir (Pete, Michael und ich) fahren Fahrrad auf
der „Old Coach Road“ (Fiona fährt das Auto und kommt uns vom
Ziel aus entgegen gejoggt, als Training für ihren Maraton im Mai).
Taupo. Wir (Pete, Fiona und ich)
„fliegen“ über den „Crater of the Moon“ (Mondkrater =
Name des Mountainbikeparks mit über 57 Strecken). Ich fliege
wirklich, nehmlich auf die Nase. Nur ein ordentlicher Schnitt - die
Pedale wollte sich beim trampeln in meinen linken Oberschenkel
bohren. Fiona meistert die Strecke auf ihrem „Single-Speed-Bike“
(Ein-Gang-Rad).
Taupo (Whakaipo Bay -Headland
und zurück). Pete und ich fahren ein Stück des „Great Lake Trail“
(großen See Route). Mit tollem Blick auf den Taupo See.
Taupo (Lakefront).
Gemütliche Fahrt auf ebener Strccke am Seeufer entlang.
Diese Gegend ist ein Muss für alle
Freunde von Mountainbiking (Bergfahrrad fahren = im Gelände radeln).
Ich bin begeistert von dem 2-Rad-Spaß-Angebot für alle
Altersgruppen und Ansprüche.
Hiking (Wandern/ Bergsteigen)
Whakapapa (Tongariro National Park).
Eine Wanderung im Weltnaturerbe des Nationalparks auf den über 2700m
hohen „Mt Ruapehu“ stehr an. Michael und ich wagen bei bewölktem
aber doch sonnigem Wetter den Aufsdtieg. Wir schummeln nur etwas: Wir
nehmen den Lift und wandern ab 2000m los.
Was immer noch 2h auf + 2 h
abstieg bedeutet. Es gibt keinen offiziellen Wanderweg. Daher
krakseln wir kreuz und quer durch den geröll- und
gesteinsbrockenartigen Steilhang hoch. Puh, das geht auf die Puste.
Hey, Schnee.
Oben angekommen drehen wir auf dem Dome (Kuppel) den
Schluss meines Karnevalsgrußvideos an Ochstedt. Danke Kameramann
Michael. Der Berg hat viele Gipfel, einen Kratersee, ein Platteu die
sich traumhaft in die 360°-Sicht einfügen.
Von hier oben bietet
sich uns ein Ausblick über die Wolken weit in das Land hinein.
Nach erfolgreichem Abstieg und
pünktlichen Lifterreichens (da letzte Abfahrt 4 pm / 16:00 ist)
gehen wir am Fuß des Berges noch in das Informationszentrum /
Vulkanmuseum. Hier gibts Kiwivögel. Aber nur unechte :(
Mangatepopo – Ketetahi (Tongariro
National Park). Die berühmte „Tongariro Alpine
Crossing“-Tour (Durchqeurung) darf natürlich auch nicht
fehlen. Zu Fuß begehen wir (Fiona, Michael und ich die 30 km lange
Strecke. Diese Landschaft ist reich an aktiven Vulkanen. Davon zeugen
die dampfenden Krater und der erträgliche Geruch nach faulen Eiern
(Schwefel).
Schwimming (eher Planschen)
Taupo. Wir schwimmen im Lake
Taupo. Dieser Kratersee ist so groß, das ganz Shanghai darin Platz
hat. Vor 2500 Jahren ist der Vulkan das letzte mal ausgebrochen. Es
besteht also keine Gefahr sich zu verbrühen. Hier gibt es Stein,
Kies und Sandstrand. Das ändert sich alle paar Kilometer.
„Volunteering“ (Freiwilligenarbeit)
bei der „Great Lake Relay“
Eine beeindruckende Erfahrung war mein
freiwilliger Arbeitseinsatz bei der „Great Lake Relay“ (Großer
See Lauf = Sportveranstaltung). Über 200 Gruppen mit insgesamt 3400
Teilnehmern kämpfen sich laufend, rennend (und humpelnd) die 160 km
lange Runde um den Lake Taupo herum. Als sogenannter „Tailend –
Charlie - Marshall“ (Schwanzende - Helfer= Aufräumtrupp) habe ich
einen Tag lang meinen Gastvater Peter assestiert. Alt und Jung, dick
und dünn, Arbeitskollegen und Freundeskreise, Vereine und
verschiedene Kulturen sind mit dabei. Sogar eine Mannschaft mit
Blinden laufen unter der Hilfe von Begleitläufern und Fahrradfahrern
die gesamte Strecke (und sind nicht unter den Letzten, die das Ziel
erreichen).
Von allen Familien, bei denen ich zu
Gast war, habe ich angeboten bekommen, gerne wieder zu Besuch zu
kommen. Dankend habe ich die Einladung aufgenommen und wurde mit
herzlichen Umarmungen verabschiedet.
Freitag, 21. Februar 2014
Sonntag, 9. Februar 2014
Ich als HelpXer Teil 2: Russell - auf der Fahrt in den Norden - italienisches Millionärsanwesen - Waitangi Day
Waiau Pa – Chris
checkt nochmal den Öl- und Wasserstand meines Autos und ich
verabschiede mich von Heather. Ich fahre mit meinem Toyota Camry
(Combi) in den hohen Norden von Neuseeland.
... und unten führt ein Wanderweg zu einem Kauri-Baum-Hain entlang des Flusses.
Wenn man die Fähre umgehen will muss man die Schotterpiste fahren. Abenteuersafari durch den Nordlandjungel. Würde Gegenverkehr kommen wüsste ich nicht ob ich ausweichen könnte und ich fahre nur 30 km/h. Es staubt hinter mir. Mein Auto sieht aus wie eingeschneit.
3 wundervolle Wochen blieb ich im Nordland.
Whangarai. Ich mache einen
Zwischenstopp. Hier ist ein schöner Wasserfall: ...
... oben schwingen sich
mutige Kinder in den Fluss ...... und unten führt ein Wanderweg zu einem Kauri-Baum-Hain entlang des Flusses.
Kawakawa - Das
Hundertwasser Klo ist ein „MUST SEEN“ (muss man gesehen haben)
auf meinem Trip. Schwer zu finden aber nett anzusehen wie berühmte
Künstler ihr Talent an öffentlichen Toiletten auslassen:)
Wenn man die Fähre umgehen will muss man die Schotterpiste fahren. Abenteuersafari durch den Nordlandjungel. Würde Gegenverkehr kommen wüsste ich nicht ob ich ausweichen könnte und ich fahre nur 30 km/h. Es staubt hinter mir. Mein Auto sieht aus wie eingeschneit.
Russell – Dieses
Dorf im Norden wurde früher auch Neuseelands Höllenloch genannt.
Hier trieben sich Piraten rum, florierte Prostitution und befindet
sich bis heute die älteste praktizierende christliche Kirche
Neuseelands (hätte nie gedacht das mal in einem Satz ausdrücken zu
müssen :).
Meine Gastfamilie erwartet
mich schon. Der (deutsche) Hund (,namens Pepper) springt mir
entgegen. Da ist Mutter Bronwyn, Vater Blair, die Söhne Hamish und
Logan, sowie die deutsche Aupair Daniela. Sie haben ein Haus auf dem
Land mit Blick über die grasigen Hügel auf die Manawaora-Bucht.
Bronwyn ist eigentlich
Grundschullehrerin aus Auckland, Blair eigentlich Bootsbauer aus
Hamilton. Seit dem sie vor 3 Jahren sind sie von Auckland hier her
gezogen. Hamish besucht seit seinem Geburtstag die Schule sein Bruder
Logan geht noch in das „Play Centre“ (temporäres
Kinderbetreuungskonzept, ursprünglich von arbeitslosen Müttern,
heute eher Auslaufmodell da kaum noch Mütter für die Kind und
Haushalt zu Hause bleiben). Daniela betreut die beiden Jungs von
morgens bis nachmittags.
Meine Arbeitsaufgaben.
Ich arbeite mit den Eltern gemeinsam auf dem Grundstück eines
italienischen Millionärs. Das 10 x 10 km große Gelände mit 2
luxuriösen Ferienhäusern gilt es zu hegen und zu pflegen. Es gibt
viel zu tun: ich schneide „Flax“ (wächst überall wie Unkraut,
3m hoch, sieht aber gut aus), streiche Stromhäuschen, Hundehütte...,
fahre Rasenmähertraktor, mache den Schwimming Pool sauber, sortiere
und befülle die Getränkekühlschränke und die Vorratskammer, fahre
das Sprühtank-Quad während Blair Unkrautex spritzt, 2 Schafe einfangen …
Meine Gastfamilie nimmt mich
mit zum Angeln. Ich fange im Pazifik meinen ersten Fisch und erlege
mit dem Sper Aale und Flunder. Es wird nur getötet was auch verzerrt
werden soll. Mit dem Kajak und zu Fuß erkunde ich die Buchten und
bestaune die faszinierende Natur.
Wailling Station. An
meinem freien Tag mache ich einen 4 Stundenmarsch durch den Busch
Richtung „Cape Brett“. Die Landschaft ist phänomenal: Sumpf,
Dschungel-Hügel, Klippen, Traumhafte Buchten, Das Meer mit den
zahllosen kleinen Inseln. Die Tiergeräusche (Vögel und Insekten)
erfüllen die heiße Luft und hypnotisieren einen förmlich.
Waitangi
Day – Ich nehme die Fähre von Russell nach Waitangi. Dort
finden seit gestern (05/06.02.2014) die Festivitäten um den
Nationalfeiertag statt. Der kaum 200 Jahre alte Vertrag zwischen den
Siedlern (hauptsächlich Briten) und den Maori (Ureinwohner
Neuseelands) ist eines der bedeutendsten historischen Ereignisse der
Neuseeländischen Geschichte. Gestern war der Premie-Minister
Neuseelands da. Heute marschiert die Marine (Schiff + Besatzung) auf,
verschiedene Kulturvereine präsentieren sowie mit ihren Darbietungen
und kulinarischen Spezialitäten. Ein großer Trupp Demonstranten
bewegt sich vom „Treaty House“ (Haus in dem der Vertrag
unterzeichnet wurde), einmal um den Fahnenmastplatz zur „Marae“
(Maorie Gemeindesaal. Ich wohne dem Treiben bei und verfolge
interessiert die Art und Weise wie sie kriegerisch gegen „Öl
fracking“ in der Tasmansee protestieren.
3 wundervolle Wochen blieb ich im Nordland.
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