Entschuldigt dass ich schon lange nix neues mehr veröffentlicht habe.
Ich habe Tauranga verlassen und arbeite gerade nicht mehr.
Momentan bin ich gerade auf Urlaubsreise mit Josua und Laura.
Zu Weihnachten waren wir zum Surfen in Raglan, an der Westküste der Nordinsel. Und sind dann von Auckland nach Christchurch geflogen. Wir fahren jetzt die komplette Südinsel ab. Und machen an vielen interessanten Orten Station. Wir haben den Jahreswechsel in Queenstown verbracht. Wo wir bis morgen früh bleiben.
Wenn ich überall Internet hätte, würde ich auch nicht schneller meine neuen Berichte in meinen Blog schreiben, weil ich gar keine Zeit habe um alles zu dokumentieren. Außer mein Tagebuch, dass schaffe ich fast zeitnah mit allen aktuellen Begebenheiten zu füttern.
Ab nächste Woche muss ich aber wieder arbeit finden oder es sieht mau aus in meiner Reisekasse.
Mal sehen was sich in den nächsten Tagen ergibt.
Dienstag, 31. Dezember 2013
Freitag, 20. Dezember 2013
Die Deutsche und der Neuseeländer
Sonntags in die
Kirche zu gehen ist für mich seit dem ich in Neuseeland bin eine
ganz neue Erfahrung. Nicht nur das die Sprache anders ist. Auch die
Art und Weise des Umganges miteinander und mit Fremden ist offener.
Nicht zuletzt lerne ich hier Menschen kennen, die mich zu sich
einladen, obwohl sie mich nicht kennen. Das ist für mich
die Bedeutung des Wortes Gastfreundschaft. Von der Begegnung mit Heike und Bryan erzählt
dieser Artikel.
| Zu Gast bei Heike und Bryan |
Tauranga. Ich bin
zu Gast bei Heike und Bryan. Die Katholikin und der Anhänger der
Kirche von England. Die Quilterin und der Jäger. Beide im
Rentenalter. Seit 4 Monaten haben sie im Stadtteil „Ohauiti“ ein
Haus mit großem Garten. Am Hang gelegen. In eine ländliche
Vorstadtatmosphäre fügt sich ihre Siedlung in die grüne
Hügellandschaft ein. Hier und da ein paar Kühe. Jedes Haus ist nach
Norden ausgerichtet und man hat eine großartige Sicht auf das
Zentrum von Tauranga, die Küste und das Meer.
Heike hat Kinder
und Enkelkinder aus einer gescheiterten Ehe. Über Internet und
Telefon bleibt sie mit ihnen und Freunden in Deutschland in Kontakt. Sie ist
pensionierte Lehrerin. In Deutschland und der Schweiz unterrichtete
sie Haus-wirtschaft, Religion, Mädchensport und Hand-arbeit. Sie
berichtet mir von ihren Erfahrungen als Lehrerin mit den
verschiedensten Proble-matiken der Schüler. Von mangelnder
Sexual-Aufklärung, Flucht und Migration, bis hin zu Religion, Moral,
ihr perönlich bekannten Missbrauchsfällen und der daraus folgernden
berechtigten Gesellschaftskritik. Am Ende einigen wir uns darauf,
dass helfende Berufe in der Gesellschaft nur ein Tropfen auf dem
heißen Stein sein können. Dessen muss man sich selbst immer bewusst
sein. Ansonsten zerbricht man selbst in seiner beruflichen Arbeit.
Wer hilft dem Helfenden wenn dieser selbst Hilfe braucht? Sie zeigt
mir ihre Werks-tatt. Zwei große Nähmaschinen stehen in einer Garage
die überall mit Stoffrollen und Nähutensilien gefüllt ist. Sie
vertritt als einzige in Neuseeland amerikanische computer-gesteuerte
Industrie-Quiltmaschinen. Sie nimmt auch Bestellungen für Quilts,
oder wie es bei uns heißt Steppdecke, auf Kundenwunsch an. Sie
beschäftigt eine Mitarbeiterin und gibt Unterricht an der Maschine.
Momentan gibt es Probleme mit dem Computerprogramm. Das kostet Zeit
und Nerven. Heike lässt mich an ihrer Quiltmaschine. Ich soll meinen
Namen sticken. Huch, die Maschine ist flott. Meine Handschrift ist
eindeutig zu erkennen. „Wow“(Wort des Erstaunens). Was man damit
alles machen kann. Heike erklärt mir das ein Quilt grundsätzlich
aus 3 Schichten besteht: Oberstoff, Füllstoff Unterstoff. Das
besondere ist das Muster was die Nähmaschine in den Stoff stickt.
Dadurch entstehen an der Naht Täler und an den Freiflächen Hügel.
Ein sehr dekorativer dimensionalen Effekt mit unendlich vielen
Möglichkeiten. Heike hat die „permanent Residenz“ (dauerhafte
Aufenthaltsgenehm-igung) für Neuseeland beantragt. Das dauert. Aber
sie hofft, dass es bis nächstes Jahr Weihnachten erledigt ist.
Bryan hat Kinder
und Enkelkinder aus vorherigen Ehen. Die meisten seiner Verwandten
wohnen in Neuseeland. Er ist Pionier im neuseeländischen Lama
Farming (Lama-Viehzucht). Das hat Queen Elisabeth von England so
interessiert das sie Bryan in den 60ern einen Besuch abstattete. Er
hat also schon persönlich die Königin von England getroffen.
Jahrelang hat er auf der
Südinsel in den Bergen vom Helikopter aus „deer“(Rotwild)
geschossen. Männliche Tiere erlegt und die weiblichen Tiere für den
Transport zur Viehzucht betäubt. Er sagt: „Im Helikopter mit zu
fliegen ist ein befremdliches Gefühl, da die Flugmanöver unangenehm
sein können.“ Wie eine Achterbahnfahrt. Und er kann aus dieser
unruhigen Position auch noch die beweglichen Ziele treffen.
Beeindruckend und gefährlich.
Doch das ist lange her.
Stolz zeigt er mir seinem Office (Büro) in der er eine ansehnliche
Fotowand hat, die genau diese biografischen Episoden festhält. Bryan
hat vor einigen Jahren in einem sozialen Projekt jugendliche Maori
unterrichtet. Er hat ihnen gezeigt wie man Possum gejagt, die es hier
wie eine Plage gibt. Die Maori sind heute wie die „Weißen“
gleichberechtigt. Finanzielle Mittel zur Wiedergutmachung von
historischen Fehltritten zu Beginn der neuseeländischen Besiedelung
sind geflossen. Aber durch Stammesfäden und heutigen
gesellschaftlichen Problemen, wie Drogenmissbrauch und Kriminalität,
geht es vielen Maori sozial schlechter. Ein Umdenken muss einsetzen.
Jeder Mensch hat sich bewusst zu machen, dass Bildung der Weg aus der
Armut ist. Ob und wie weit das Umdenken einsetzt ist noch nicht
abzusehen. Bryan fährt mit mir nach Rotorua zur Autobesichtigung.
Für die nächste Präsentationen der Quiltmaschinen im kommenden
Jahr brauchen sie ein Auto in das ihre Maschinen passen. Wir messen
also das auserkorene Modell beim Händler über eine Stunde lang aus.
Bryan vergleicht gern Preisleistungsverhältnis und investieren viel
Zeit in die Suche nach dem Besten zum billigsten Preis. Bryan spielt
Gitarre. Er singt und spielt mir Maori-Lieder vor und ich ihm das
Eichsfeld-Lied. Ich finde seine Lieder sehr schön. Ihm gefällt was
ich ihm vortrage. Das ist Völkerverständigung.
Das nächste Projekt von
Bryan ist der Bau eines Hauses als Werkstatt für Heike. Auf ihrem
Gartengelände wollen sie ein Haus auf Stelzen errichten. Denn für
solche Häuser braucht man in NZ keine Baugenehmigung.
Die beiden sind ein
glückliches Pärchen. Sie unterhalten sich untereinander
hauptsächlich auf englisch. Manchmal fällt ein deutscher Satz.
Dabei diskutieren sie eben so wie sie sich necken und sticheln.
Bryan: „mashed potato“ (Kartoffelbrei) ist eine neuseeländische
Erfindung! Heike: „But“ (Aber) der „potato
masher“(Kartoffelstampfer) ist eine deutsche Erfindung! … Lustig.
Sie machen gern Segeltrips mit ihrem eigenen Boot. Am weitesten haben
sie sich bis nach Papua Neuguinea gewagt. Für diese Reise brauchten
sie 9 Monate. Aber meist segeln sie die Ostküste entlang. Zum
Fischen, Schwimmen und Seele baumeln lassen. Sie laden gern Fremde
und Freunde zu sich ein...
Ich habe durch sie viele neue Eindrücke gewonnen.
Von denen nehme ich mir vor so viele wie möglich zu verinnerlichen
und auf mein eigenes Leben zu übertragen.
Der Tag 48 bis 59 von a wie Arbeitschutz bis z wie Zwangsfrei
"Arbeitsschutzbelehrung - Thüringer Bratwurst"
Paengaroa. Heute gibt es in der Mittagspause eine Arbeitsschutzbelehrung vom Chef Kesh höchstpersönlich. Wie verhalten wir uns auf der Plantage, bei Unfällen, Feuer, was ist unsere Aufgabe.
In Tauranga gibt es einen german butcher (deutschen Fleischer) bei dem Heike heute eingekauft hat. Nach meinem 10h-Tag in der Plantage gibt es zum Dinner heimische Kost: Thüringer Bratwurst. Heike meint dass der Metzker-Meister ganz schön hessich babele.
"work - crash - gloves" Paengaroa. Arbeiten - kleiner Unfall in dem ich beim aus der Plantage ausparken in die Windschutznadelbaumwand fahre. Rums. Die Ratte / das Auto wackelt. Manuel sagt: "Why are you so hurry, bro?" (Warum bist du so hastig, Bruder?). Weiter gehts zum "Warehouse": wir kaufen "gardening-gloves" (Gärtner-Handschuhe) für 15$ das Paar. Unsere Hände leiden ganz schön vom stundenlangen Schneiden mit der Astschere. Beim Betrachten der Unfallstelle am Auto sehen wir das da wo der vordere rechte Blinker sein solte ein Loch klafft - scheiße. Hoffentlich liegt auf der Plantage der Rest (wenn es geht noch ganz).
"fuse off" Auf der Plantage liegt genau vor der Unfallhecke der Blinkerkasten im hohen Gras. Das durchsichtige Plaste ist etwas gebrochen. Ansonsten alles ganz. Beim Versuch es zu reparieren stecke ich die ungekenzeichneten plus- und minus-Kabel in die je falsche Öffnung. Denn beim Anmachen knackt es leise und nichts geht mehr.
Mit den Handschuhen ist es sehr angenehm zu arbeiten. Hauptsache sie halten auch eine Weile.
"First cut - Pay day" Von wegen Arbeitsschutz: uns wurde gezeig, dass wenn wir nach dem Schneiden den Baum von den abgeschnittenen Ästen befreien unsere Astschere über die Schulter hängen sollen. Bei einem solchen Zieh-Manöver rauscht meine gestern erst wieder selbst geschärfte Astschere mit der offenen Schneide nach unten und trifft mich am Unterarm: Schnitt, ca 3 cm lang und 2 cm tief.. Das Blut rinnt mir nach 20 Sekunden über den Arm. Ich zeige es Manuel und er wundert sich wie ich das hinbekommen habe. Ab zum Auto. Dort habe ich das von meine Freunde (Betti) mit gegebene Überlebenspacket immer dabei. Unter anderem Tatüs, Desinfektionslösung und Pflaster. Manuel assestiert.
Am Ende des Tages fahren wir zur Adresse von Kesh. Er begrüßt uns auf seinem Hof. Er hat nur 20$-Scheine dabei. Er zahlt uns aus. Und prellt uns um 2 bis 5 $ da er nicht wechseln kann (oder will).
"Repro - repair" Seit vorgestern fahre ich ohne Licht am Auto, da es dämmert wenn ich Abends von der Arbeit zurück fahre. Schon mindestens 2 mal ist ein Streifenwagen an mir vorbeigefahren (Puh, der hat nichts gesehen, denn die Polizei kann hier sehr hart sein). Ich fahre zu einer Auto-Ersatzteil Ladenkette. Der nette humpelnde Verkäufer gibt mir was ich brauche. Mit einem mini-Vorweihnachts-Rabatt :)
In der Pause repariere ich mit Manuel den Blinker. Er sucht die kaputte Sicherung und ich versuche plus und minuskabel korrekt zusammen zu fügen. Als wir alles zusammengesteckt haben funktioniert es gleich beim ersten mal. Yeapy.
"The life of Manuel" Heute schneidet sich mein Argentinischer Bruder auf eine ähnliche Weise wie ich.
Als ich ihn verarztet habe kommen wir beim Arbeiten über unsere Familien ins Gespräch. Er erzählt mir das seine Eltern katholisch sind und seine Mutter so oft sie kann in die Kirche geht. Sein Vater ist ein mittelständischer Immobilien-Geschäftsmann. Manu ist das jüngste Kind von 3 (er hat eine Schwester und einen ältesten Bruder). Er wuchs überbehütet von seiner Mutter auf., die immer das Beste für ihren Sohn wollte. Über was das Beste für ihn ist hat er sich mit seinen Eltern oft gestritten. Er meint: "Sie haben mir nie wirklich zugehört. Irgendwann habe ich nicht mehr mit ihnen gesprochen". Seit er zum studieren in einem Appartment seines Vaters für sich allein gewohnt hat, pflegt er einen anderen Lebensstil: Party, Alkohol, Mariuhana, Frauen. Als seine Eltern seinen Drogenkonsum mitbekamen, haben sie
"Almost sunday" Ein ganz normaler Sonntag: Wie schon gestern nehme ich in meiner Fahrgemeinschaft neben Manuel ab Te Puke meinen chinesischen Arbeitskollegen Jackel mit (viele Chinesen und Koreaner müssen sich in der Schule einen westlichen Namen aussuchen, damit der Lehrer es leichter hat, die Namen auszusprechen. Klingt für mich etwas ungerecht). Ich arbeite. Um 16:30 haben wir die Plantage fertig beschnitten. Nach der Arbeit nehme ich Babu und Surich (die beiden Inder) im Auto mit (sie wollen im Ort einkaufen).
"New work - new team" Neben Jackel, nehme ich heute ab Te Puke auch noch die malaisierin Moon mit. Da wir ab heute "Thinning" (Ausdünnen) machen, fangen auf der Plantage heute neue arbeitswütige Backpacker an: Fred aus Kanada, Marcel aus Spanien, Matheus und Elodie aus Frankreich an. Babu instruiert uns wie wir beim "thinning" (Ausdünnen) vorgehen sollen. Der orchardowner" (Plantagenbesitzer) kommt und instruiert uns noch einmal... Kesh kommt im Laufe des Tages und pfeift uns zurück um die Reihe nochmal zu durchlaufen.
"Early work off" Es ist hart die Früchte auf einen Blick zu kategorisieren: zu klein, beschädigt, vernarbt - all diese pflücken wir in 2er-Teams "bay by bay" (Bucht ca 3x3m) ab. Der "orchardowner" (Plantagenbesitzer) meint wir sind zu langsam, wir dürfen maximal 8h am Tag auf seiner Plantage arbeiten.
"Unfortunatly day off - visit Manuel" Unglücklicher weise habe ich heute frei (keine Arbeit = kein Geld). Da ich keine sms vom Chef erhalten habe, fahre ich auf Arbeit. Dort ist nur das französische Pärchen, die ebenfalls keine Nachricht erhalten haben. Ich rufe Kesh an. Er hat vergessen uns zu schreiben. Für seinen Fehler erhalten wir keine Entschädigung da wir unnötigerweise Benzin verfahren haben. Auf meine Frage warum es keine Arbeit gibt und wann es wieder weiter geht, antwortet er: der Besitzer lässt uns nicht merh auf die Plantage. Er versucht uns so schnell wie möglich auf anderen Plantagen unter zu bringen.
Ich fahre zu Manuel. Er hat mich eingeladen jeder Zeit vorbei zu kommen. Also fahre ich zu ihm.Via WIFI in seiner WG skype ich über das Handy mit meiner Familie. Manuel und ich entspannen, essen, gucken ein paar Filme und gehen an den Papamoa Beach.
"Gardening - Roofing - x-mas-decoration - last pay day"
Heike und Bryan haben mir angeboten die letzten 2 Tage für meine Unterkunft zu arbeiten. Ich helfe also im Garten ("dig a hole" (Lochgraben), Pflanze einpflanzen, Pflanzen wässern) und beim Unterstand bauen (Baumaterialien im Geschäft abholen: Rooftray's (Dachplatten, aus Metal). Beim Einfahrt rückwärts runter fahren rutschen die Platten alle krachend vom "trailer" (Hänger). Für die Veranda hat Heike eine Imitation von Tannenzweigem mit Christbaumschmuck und Lichterketten. Alles trapiere ich und verkabel es.
An meinem letzten Zahltag habe ich Wechselgeld dabei. Ich nehme Manuel mit. Diesmal empfängt uns Kesh in seinem Home-office. Er hat wechselgelt und zahlt uns auf den cent genau aus.
Als Bryan abends die Deko mit Beleuchtung in der Dämmerung betrachtet sagt er lachend: "I've never seen such a beautyfull christmasdekoration bevor" (Ich hab noch nie so einen schönen Weihnachtsschmuck gesehen).
Paengaroa. Heute gibt es in der Mittagspause eine Arbeitsschutzbelehrung vom Chef Kesh höchstpersönlich. Wie verhalten wir uns auf der Plantage, bei Unfällen, Feuer, was ist unsere Aufgabe.
In Tauranga gibt es einen german butcher (deutschen Fleischer) bei dem Heike heute eingekauft hat. Nach meinem 10h-Tag in der Plantage gibt es zum Dinner heimische Kost: Thüringer Bratwurst. Heike meint dass der Metzker-Meister ganz schön hessich babele.
"work - crash - gloves" Paengaroa. Arbeiten - kleiner Unfall in dem ich beim aus der Plantage ausparken in die Windschutznadelbaumwand fahre. Rums. Die Ratte / das Auto wackelt. Manuel sagt: "Why are you so hurry, bro?" (Warum bist du so hastig, Bruder?). Weiter gehts zum "Warehouse": wir kaufen "gardening-gloves" (Gärtner-Handschuhe) für 15$ das Paar. Unsere Hände leiden ganz schön vom stundenlangen Schneiden mit der Astschere. Beim Betrachten der Unfallstelle am Auto sehen wir das da wo der vordere rechte Blinker sein solte ein Loch klafft - scheiße. Hoffentlich liegt auf der Plantage der Rest (wenn es geht noch ganz).
"fuse off" Auf der Plantage liegt genau vor der Unfallhecke der Blinkerkasten im hohen Gras. Das durchsichtige Plaste ist etwas gebrochen. Ansonsten alles ganz. Beim Versuch es zu reparieren stecke ich die ungekenzeichneten plus- und minus-Kabel in die je falsche Öffnung. Denn beim Anmachen knackt es leise und nichts geht mehr.
Mit den Handschuhen ist es sehr angenehm zu arbeiten. Hauptsache sie halten auch eine Weile.
"First cut - Pay day" Von wegen Arbeitsschutz: uns wurde gezeig, dass wenn wir nach dem Schneiden den Baum von den abgeschnittenen Ästen befreien unsere Astschere über die Schulter hängen sollen. Bei einem solchen Zieh-Manöver rauscht meine gestern erst wieder selbst geschärfte Astschere mit der offenen Schneide nach unten und trifft mich am Unterarm: Schnitt, ca 3 cm lang und 2 cm tief.. Das Blut rinnt mir nach 20 Sekunden über den Arm. Ich zeige es Manuel und er wundert sich wie ich das hinbekommen habe. Ab zum Auto. Dort habe ich das von meine Freunde (Betti) mit gegebene Überlebenspacket immer dabei. Unter anderem Tatüs, Desinfektionslösung und Pflaster. Manuel assestiert.
Am Ende des Tages fahren wir zur Adresse von Kesh. Er begrüßt uns auf seinem Hof. Er hat nur 20$-Scheine dabei. Er zahlt uns aus. Und prellt uns um 2 bis 5 $ da er nicht wechseln kann (oder will).
"Repro - repair" Seit vorgestern fahre ich ohne Licht am Auto, da es dämmert wenn ich Abends von der Arbeit zurück fahre. Schon mindestens 2 mal ist ein Streifenwagen an mir vorbeigefahren (Puh, der hat nichts gesehen, denn die Polizei kann hier sehr hart sein). Ich fahre zu einer Auto-Ersatzteil Ladenkette. Der nette humpelnde Verkäufer gibt mir was ich brauche. Mit einem mini-Vorweihnachts-Rabatt :)
In der Pause repariere ich mit Manuel den Blinker. Er sucht die kaputte Sicherung und ich versuche plus und minuskabel korrekt zusammen zu fügen. Als wir alles zusammengesteckt haben funktioniert es gleich beim ersten mal. Yeapy.
"The life of Manuel" Heute schneidet sich mein Argentinischer Bruder auf eine ähnliche Weise wie ich.
Als ich ihn verarztet habe kommen wir beim Arbeiten über unsere Familien ins Gespräch. Er erzählt mir das seine Eltern katholisch sind und seine Mutter so oft sie kann in die Kirche geht. Sein Vater ist ein mittelständischer Immobilien-Geschäftsmann. Manu ist das jüngste Kind von 3 (er hat eine Schwester und einen ältesten Bruder). Er wuchs überbehütet von seiner Mutter auf., die immer das Beste für ihren Sohn wollte. Über was das Beste für ihn ist hat er sich mit seinen Eltern oft gestritten. Er meint: "Sie haben mir nie wirklich zugehört. Irgendwann habe ich nicht mehr mit ihnen gesprochen". Seit er zum studieren in einem Appartment seines Vaters für sich allein gewohnt hat, pflegt er einen anderen Lebensstil: Party, Alkohol, Mariuhana, Frauen. Als seine Eltern seinen Drogenkonsum mitbekamen, haben sie
"Almost sunday" Ein ganz normaler Sonntag: Wie schon gestern nehme ich in meiner Fahrgemeinschaft neben Manuel ab Te Puke meinen chinesischen Arbeitskollegen Jackel mit (viele Chinesen und Koreaner müssen sich in der Schule einen westlichen Namen aussuchen, damit der Lehrer es leichter hat, die Namen auszusprechen. Klingt für mich etwas ungerecht). Ich arbeite. Um 16:30 haben wir die Plantage fertig beschnitten. Nach der Arbeit nehme ich Babu und Surich (die beiden Inder) im Auto mit (sie wollen im Ort einkaufen).
"New work - new team" Neben Jackel, nehme ich heute ab Te Puke auch noch die malaisierin Moon mit. Da wir ab heute "Thinning" (Ausdünnen) machen, fangen auf der Plantage heute neue arbeitswütige Backpacker an: Fred aus Kanada, Marcel aus Spanien, Matheus und Elodie aus Frankreich an. Babu instruiert uns wie wir beim "thinning" (Ausdünnen) vorgehen sollen. Der orchardowner" (Plantagenbesitzer) kommt und instruiert uns noch einmal... Kesh kommt im Laufe des Tages und pfeift uns zurück um die Reihe nochmal zu durchlaufen.
"Early work off" Es ist hart die Früchte auf einen Blick zu kategorisieren: zu klein, beschädigt, vernarbt - all diese pflücken wir in 2er-Teams "bay by bay" (Bucht ca 3x3m) ab. Der "orchardowner" (Plantagenbesitzer) meint wir sind zu langsam, wir dürfen maximal 8h am Tag auf seiner Plantage arbeiten.
"Unfortunatly day off - visit Manuel" Unglücklicher weise habe ich heute frei (keine Arbeit = kein Geld). Da ich keine sms vom Chef erhalten habe, fahre ich auf Arbeit. Dort ist nur das französische Pärchen, die ebenfalls keine Nachricht erhalten haben. Ich rufe Kesh an. Er hat vergessen uns zu schreiben. Für seinen Fehler erhalten wir keine Entschädigung da wir unnötigerweise Benzin verfahren haben. Auf meine Frage warum es keine Arbeit gibt und wann es wieder weiter geht, antwortet er: der Besitzer lässt uns nicht merh auf die Plantage. Er versucht uns so schnell wie möglich auf anderen Plantagen unter zu bringen.
Ich fahre zu Manuel. Er hat mich eingeladen jeder Zeit vorbei zu kommen. Also fahre ich zu ihm.Via WIFI in seiner WG skype ich über das Handy mit meiner Familie. Manuel und ich entspannen, essen, gucken ein paar Filme und gehen an den Papamoa Beach.
| Manuel und ich am Papamoa Beach |
"Gardening - Roofing - x-mas-decoration - last pay day"
Heike und Bryan haben mir angeboten die letzten 2 Tage für meine Unterkunft zu arbeiten. Ich helfe also im Garten ("dig a hole" (Lochgraben), Pflanze einpflanzen, Pflanzen wässern) und beim Unterstand bauen (Baumaterialien im Geschäft abholen: Rooftray's (Dachplatten, aus Metal). Beim Einfahrt rückwärts runter fahren rutschen die Platten alle krachend vom "trailer" (Hänger). Für die Veranda hat Heike eine Imitation von Tannenzweigem mit Christbaumschmuck und Lichterketten. Alles trapiere ich und verkabel es.
An meinem letzten Zahltag habe ich Wechselgeld dabei. Ich nehme Manuel mit. Diesmal empfängt uns Kesh in seinem Home-office. Er hat wechselgelt und zahlt uns auf den cent genau aus.
Als Bryan abends die Deko mit Beleuchtung in der Dämmerung betrachtet sagt er lachend: "I've never seen such a beautyfull christmasdekoration bevor" (Ich hab noch nie so einen schönen Weihnachtsschmuck gesehen).
Sonntag, 8. Dezember 2013
Tag 41 - 47 Unsicherer Arbeitsplatz
"Male-Pruning" Wir beschneiden der männlichen Kiwibäume mit einer kleinen Handastschere und "Meth"- eine natürliche Desinfektionslösung.
"Finished means fired" Greame geht nach der smoko zu jedem von uns und offenbart: die arbeit ist beendet es gibt keine arbeit mehr du musst leider gehen. Nach dem Arbeitstag bringt er einen Träger Beer, drückt jedem ein offenes in die Hand und schickt uns eine Liste von Kontakten, die eventuell einenJob für uns haben.
"Jobseeking: search, call and so on" Ich rufe meine erhaltenen Kontakte an und suche im Internet nach neuen Job-Angeboten.
"Indoor soccer - raining like water falls" Es regnet heute wie ein Wasserfall. Für um 10:00 Uhr finde ich mich an der ASB-Arena zumHallenfußball ein. Victor, Brasilianer, der einer der Festangestellten bei Greame ist hat mir von diesem Angebot erzählt. 5$ kosten die 2h Spaß. Die nette Empfangsdame: "Children- (Kinder-) or (oder) adult-soccer (Erwachsenenfußball)?" Ich: "Adult!" In der Halle spielen auf der einen Hälfte die Kleinkinder unter Betreuung und auf der anderen Seite teils die Erwachsenen. Es spielen sogar die Mütter mit ihren Männern Fußball. Wir lockern uns erst kurz und dann geht es in gemischten Teams los.
Wenn ich mir das entsprechende Werkzeug organisiere, kann ich morgen in einer neuen Arbeitsstelle anfangen. Es geht dann los mit arbeiten wenn dass Wetter gut ist. Wahrscheinlich morgen.
Ich frage Greame ob ich mir von ihm das Werkzeug ausborgen kann. Er sagt:"for sure (aber sicher)".
"Tools, weather, work" Te Puke. Ich hole um kurz vor 8:00 das Werkzeug bei Greame ab, der mir freundlich eine seiner Astscheren und schmieröl überlässt und frohes Beschneiden wünscht. Mein neuer Boss Kesh textet mir das es noch zu feucht ist und erst später los geht. Ich besuche auf gut Göück meinen jüngsten Ex-Kollegen im Hostel. Er freut sich, dass ich nochmal vorbei schaue und möchte mir meine Digital-Kamera abkaufen. Um 12-:00 ruft mich Kesh an das ich um 12:45 im 10 km entfernten Peaengaroa sein soll. Peangaroa. An der Gull Tankstelle warte ich. Ein vollbesetzter Pickup kommt und winkt mich zu folgen. 13:00 Kesh (ca. 45), Napalese, begrüßt mich. Nick (23), Chinese, ist für heute mein Teammitglied, er schneidet von der einen, ich von der anderen Seite. Er ist erst seit gestern dabei.
Es sind alte Bäume mit dicken Ästen. Schwer zu schneiden und ich habe noch keine Ahnung wo und wie ich schneiden soll. Irgendwie wurschtel ich mich durch. Kesh kommt immer mal kontrollieren. 19:00 Feierabend.
"Minimum wage 11,88$ after tax" Für um 8:00 fahre ich wieder von Tauranga ins 40 km entfernte Peangaroa. Bis 18:30 Arbeiten. Alle 2 Stunden ist 15 min Smoko ( bezahlte (Raucher-)Pause). Und um 12:30 30 min Lunch (unbezahlt). Hier arbeiten viele Inder, keine Kiwis, Argentinier, Chinesen und ich. Interessante Mischung. Ich frage Kesh was der Lohn ist: Mindestlohn. Manuel aus Argentinien ist heute mein Partner. Er wohnt in einer WG in Paparoa. Ab morgen fahren wir gemeinsam.
"Working sunday" Um 7:35 hole ich Manuel vor seinem Haus ab. "Good morning, Bro...!"
Ich will die nächsten Tage durcharbeiten damit ich so viel Geld wie möglich für meinen Urlaub mit Laura und Josua zusammen bekomme.
"Finished means fired" Greame geht nach der smoko zu jedem von uns und offenbart: die arbeit ist beendet es gibt keine arbeit mehr du musst leider gehen. Nach dem Arbeitstag bringt er einen Träger Beer, drückt jedem ein offenes in die Hand und schickt uns eine Liste von Kontakten, die eventuell einenJob für uns haben.
"Jobseeking: search, call and so on" Ich rufe meine erhaltenen Kontakte an und suche im Internet nach neuen Job-Angeboten.
"Indoor soccer - raining like water falls" Es regnet heute wie ein Wasserfall. Für um 10:00 Uhr finde ich mich an der ASB-Arena zumHallenfußball ein. Victor, Brasilianer, der einer der Festangestellten bei Greame ist hat mir von diesem Angebot erzählt. 5$ kosten die 2h Spaß. Die nette Empfangsdame: "Children- (Kinder-) or (oder) adult-soccer (Erwachsenenfußball)?" Ich: "Adult!" In der Halle spielen auf der einen Hälfte die Kleinkinder unter Betreuung und auf der anderen Seite teils die Erwachsenen. Es spielen sogar die Mütter mit ihren Männern Fußball. Wir lockern uns erst kurz und dann geht es in gemischten Teams los.
Wenn ich mir das entsprechende Werkzeug organisiere, kann ich morgen in einer neuen Arbeitsstelle anfangen. Es geht dann los mit arbeiten wenn dass Wetter gut ist. Wahrscheinlich morgen.
Ich frage Greame ob ich mir von ihm das Werkzeug ausborgen kann. Er sagt:"for sure (aber sicher)".
"Tools, weather, work" Te Puke. Ich hole um kurz vor 8:00 das Werkzeug bei Greame ab, der mir freundlich eine seiner Astscheren und schmieröl überlässt und frohes Beschneiden wünscht. Mein neuer Boss Kesh textet mir das es noch zu feucht ist und erst später los geht. Ich besuche auf gut Göück meinen jüngsten Ex-Kollegen im Hostel. Er freut sich, dass ich nochmal vorbei schaue und möchte mir meine Digital-Kamera abkaufen. Um 12-:00 ruft mich Kesh an das ich um 12:45 im 10 km entfernten Peaengaroa sein soll. Peangaroa. An der Gull Tankstelle warte ich. Ein vollbesetzter Pickup kommt und winkt mich zu folgen. 13:00 Kesh (ca. 45), Napalese, begrüßt mich. Nick (23), Chinese, ist für heute mein Teammitglied, er schneidet von der einen, ich von der anderen Seite. Er ist erst seit gestern dabei.
Es sind alte Bäume mit dicken Ästen. Schwer zu schneiden und ich habe noch keine Ahnung wo und wie ich schneiden soll. Irgendwie wurschtel ich mich durch. Kesh kommt immer mal kontrollieren. 19:00 Feierabend.
"Minimum wage 11,88$ after tax" Für um 8:00 fahre ich wieder von Tauranga ins 40 km entfernte Peangaroa. Bis 18:30 Arbeiten. Alle 2 Stunden ist 15 min Smoko ( bezahlte (Raucher-)Pause). Und um 12:30 30 min Lunch (unbezahlt). Hier arbeiten viele Inder, keine Kiwis, Argentinier, Chinesen und ich. Interessante Mischung. Ich frage Kesh was der Lohn ist: Mindestlohn. Manuel aus Argentinien ist heute mein Partner. Er wohnt in einer WG in Paparoa. Ab morgen fahren wir gemeinsam.
"Working sunday" Um 7:35 hole ich Manuel vor seinem Haus ab. "Good morning, Bro...!"
Ich will die nächsten Tage durcharbeiten damit ich so viel Geld wie möglich für meinen Urlaub mit Laura und Josua zusammen bekomme.
Sonntag, 1. Dezember 2013
Woche vom Tag 34 bis 40
"Day off" (Tag frei): Heike erlaubt mir auch einmal die Maschine zu benutzen. Aufgabe: ich soll meinen Namen schreiben. Hui, ist die Maschine schnell. Ich steuere sie mit einer art Fahrradlenker, der wie im Auto mit einer Servo-Lenkung meine Bewegung unterstützt. Es rast und gleitet nur so da hin. Aber hämmert wie eine wild gewordene Nähmaschine.
Bryon nimmt mich mit nach Rotorua um dort ein Auto anzugucken, was sie sich kaufen wollen. Die einstündige Fahrt führt durch Buschland und Bergpässe. In Rotorua riecht es nach faulen Eiern. Bei dem Autohändler messen wir 1,5h das Auto aus, da die Quilt-Maschine da rein passen soll.
Am Nachmittag hat mir Heike einen Termin in einer Frisösenschule verschafft. Sorry Franzi, meine küllstedter Stammfrisöse, ich bin dir fremd gegangen (deine neuseeländische Kollegin hat es aber nicht so gut hinbekommen wie du :).
Etwas zu spät für Bryan hole ich ihn vom Autohaus ab. Denn heute spielen die "All Blacks" gegen Irland. Das Rugby-Spiel im TV zu sehen ist ein Muss für jeden echten Kiwi!
"Te Puke - Golden Kiwi Orchard" Ich fahre zu Greame seinem Haus hinter dem die "Organic Farming"-Plantage liegt. Er hat mir vergessen eine Nachricht zu schicken, dass heute nicht gearbeitet wird da das Wetter so schlecht ist. Ich fülle bei Jill in der Pollenmühle meinen Arbeitsvertrag aus. Greame teilt mich Wayne zu. Erst jäte ich das Unkraut an neu gepflanzten Kiwipflanzen. Dann fahreWayne und ich mit dem Orcharch-Auto (eine rostiger, alter, kaputter, weißer, Kombi in den hinteren Teil der Plantage wo sich ein wildbewachsener Hang mit afrikanischen Ziegen befindet. Hier entfernen wir zwischen Dornen Schutzmatten, damit die Ziegen die Bäume nicht anknabbern. Während dessen erzählt mir der nette Wayne von seinem ereignisreichen Leben.
"2houres work thinning - tomorrow day off" Heute geht es erst um 10 los. Das neue Team heute besteht aus Supervisor Ian und dem deutschen Lars (18), Wir machen "fruit thinning": die angekratzten doppelten und gedriple Früchte am Kiwibaum werden abgepflückt. Um 11:30 fängt es zu regnen an. 11:45 machen wir Pause da es nicht zu regnen aufhört. 12:00 Gream kommt in den Smokoraum und sagt. Schluss mit Arbeiten für heute, morgen "day off" wir sehen uns übermorgen.
"Oma Inge's Geburtstag - day off"
Um 7:00 in der früh schicke ich ein Grußvideo per Internet mit dem Handy in die Feierrunde von Tauranga nach Dingelstädt. Irgendwie ist das was weit weg scheint manchmal doch ganz nah :)
Ich genieße meinem freien Tag und bin allein bei H & B zu Haus.
Am Abend vor dem Essen bietet mir Bryan ein Glas Whisky on Ice (im Fass gelagerter Brandwein mit Eiswürfeln) an. Ein guter Tropfen. Auf nüchternen Magen haut der rein.
"BBQ" (Grillen) Gestern hat Greame eine Nachricht per sms verschickt: Einladung zum Grillen aus Anlass der beendeten erfolgreichen Pollensaison.
Nach dem Arbeitstag um 16:30 holt uns Greame aus dem Smokoraum und wir folgen ihm zum 50m entfernten Gartens seines Hauses. Wir sind wilkommen in den Pool zu springen. Da ich meine Badehose vergessen habe gibt mir Jill eine von Greame. Viel zu groß aber der Strick hält sie an meiner Hüfte. Das Wasser ist kalt aber die Abendsonne brennt heiß.
Die Gäste trudeln ein: ein paar Mitarbeiter, Freunde und Backpacker (Rucksackreisende), die wie ich für kurze Zeit hier gearbeitet haben (Franzosen, Norweger, Deutsche). Gream zu uns: "Do you like beer, wine or anything else?" (Willst du / Wollt ihr Bier, Wein oder etwas anderes?) Alles gibt es reichlich. Ich trinke kein Bier, da ich noch fahren muss. Die anderen betrinken sich ordentlich.
Als Appettithäppchen gibt es "vinegared Chips with Guakamole (1) or Onion-Cream-Dip (2)" (nach Essig schmeckende frittierte Kartoffelscheiben mit (1) Dip aus Avokado, Tomate, Zwiebel, "Lemonjuce" (Limonensaft) oder (2) Dip aus "Cream" (Sahne) mit "Maggi Onion-Soup" (Mischung Zwiebelsuppe von Maggi) und Limonensaft). Ich unterhalte mich mit den meisten der Gäste. Es gibt rießen Beef (Rindfleisch) aus dem Smoker (Rauchgrill) und gegrillte Muscheln. Dazu "Salat & Buns" (Salat und Brötchen :). Zum Nachtisch Tiramisu. Als ich mich bei Jill für das tolle Essen bedanke sagt sie nur: "Greame is the chef, cause he loves to eat!" (Greame ist der Koch, weil er es liebt zu essen!).
22:30 Ich verabschiede mich als einer der Ersten und brauchte dafür über eine Stunde!
"Spezialauftrag - small crash - Brief" Greame schickt mich mit seinem Toyota SUV mit "manual" (Manueller Kuplung) auf eine 40 km entfernte Plantage zum Blütensäcke abholen. Sein Auto fährt sich gut. Kuppeln mit links geht gut. Den Sitz schaffe ich nur irgendwie nicht nach vorne zu stellen. Der Tacho zeigt "miles per h"(Meilen pro Stunde) an. Upsala, deswegen fühlt sich das so schnell an bei 100 Sachen :)
Auftrag erfolgreich ausgeführt. Greame: "Tomorow no work. It's a holy day, the day of the queen. I am verry religious" (soll heißen: Greame's Konfession ist die der Kirche von England. Morgen habe ich frei.)
Beim heimfahren touchetiere ich beim wenden Holzpfosten der Stallseilbefstigung die die Reihen der Plantage säumen. Uuh, das sieht nach abgeplatztem Lack und einer Schürfwunde an der Schürze aus. Beim auf die Hauptstraße abbiegen gerate ich fast in den Gegenverkehr. Was ist den heute los? Ich bin total kaputt.
Noch schnell bei Miri meinen Brief abholen in dem die Legende der Straßenzulassungsanmeldung aufgelistet ist. Hallo wie geht's? Sie ist am kränkeln, Rückenschmerzen. Aber wird schon wieder. "Bis bald. Ciao"
"1. Adventssonntag" Da ich frei habe, nehme ich mir heute wieder vor in die Kirche zu gehen. Für um 10:00 mache ich mich fertig. 9:50 erreiche ich die
| Eine von 2 großen Quiltmaschinen. |
![]() |
| Quilting: Ich nähe meinen Namen in die Steppdecke. |
Am Nachmittag hat mir Heike einen Termin in einer Frisösenschule verschafft. Sorry Franzi, meine küllstedter Stammfrisöse, ich bin dir fremd gegangen (deine neuseeländische Kollegin hat es aber nicht so gut hinbekommen wie du :).
Etwas zu spät für Bryan hole ich ihn vom Autohaus ab. Denn heute spielen die "All Blacks" gegen Irland. Das Rugby-Spiel im TV zu sehen ist ein Muss für jeden echten Kiwi!
"Te Puke - Golden Kiwi Orchard" Ich fahre zu Greame seinem Haus hinter dem die "Organic Farming"-Plantage liegt. Er hat mir vergessen eine Nachricht zu schicken, dass heute nicht gearbeitet wird da das Wetter so schlecht ist. Ich fülle bei Jill in der Pollenmühle meinen Arbeitsvertrag aus. Greame teilt mich Wayne zu. Erst jäte ich das Unkraut an neu gepflanzten Kiwipflanzen. Dann fahreWayne und ich mit dem Orcharch-Auto (eine rostiger, alter, kaputter, weißer, Kombi in den hinteren Teil der Plantage wo sich ein wildbewachsener Hang mit afrikanischen Ziegen befindet. Hier entfernen wir zwischen Dornen Schutzmatten, damit die Ziegen die Bäume nicht anknabbern. Während dessen erzählt mir der nette Wayne von seinem ereignisreichen Leben.
"2houres work thinning - tomorrow day off" Heute geht es erst um 10 los. Das neue Team heute besteht aus Supervisor Ian und dem deutschen Lars (18), Wir machen "fruit thinning": die angekratzten doppelten und gedriple Früchte am Kiwibaum werden abgepflückt. Um 11:30 fängt es zu regnen an. 11:45 machen wir Pause da es nicht zu regnen aufhört. 12:00 Gream kommt in den Smokoraum und sagt. Schluss mit Arbeiten für heute, morgen "day off" wir sehen uns übermorgen.
| Kiwi360°: in Te Puke (der Hauptstadt der Kiwifrucht) steht die größte Kiwi der Welt. |
"Oma Inge's Geburtstag - day off"
Um 7:00 in der früh schicke ich ein Grußvideo per Internet mit dem Handy in die Feierrunde von Tauranga nach Dingelstädt. Irgendwie ist das was weit weg scheint manchmal doch ganz nah :)
Ich genieße meinem freien Tag und bin allein bei H & B zu Haus.
Am Abend vor dem Essen bietet mir Bryan ein Glas Whisky on Ice (im Fass gelagerter Brandwein mit Eiswürfeln) an. Ein guter Tropfen. Auf nüchternen Magen haut der rein.
"BBQ" (Grillen) Gestern hat Greame eine Nachricht per sms verschickt: Einladung zum Grillen aus Anlass der beendeten erfolgreichen Pollensaison.
Nach dem Arbeitstag um 16:30 holt uns Greame aus dem Smokoraum und wir folgen ihm zum 50m entfernten Gartens seines Hauses. Wir sind wilkommen in den Pool zu springen. Da ich meine Badehose vergessen habe gibt mir Jill eine von Greame. Viel zu groß aber der Strick hält sie an meiner Hüfte. Das Wasser ist kalt aber die Abendsonne brennt heiß.
Die Gäste trudeln ein: ein paar Mitarbeiter, Freunde und Backpacker (Rucksackreisende), die wie ich für kurze Zeit hier gearbeitet haben (Franzosen, Norweger, Deutsche). Gream zu uns: "Do you like beer, wine or anything else?" (Willst du / Wollt ihr Bier, Wein oder etwas anderes?) Alles gibt es reichlich. Ich trinke kein Bier, da ich noch fahren muss. Die anderen betrinken sich ordentlich.
Als Appettithäppchen gibt es "vinegared Chips with Guakamole (1) or Onion-Cream-Dip (2)" (nach Essig schmeckende frittierte Kartoffelscheiben mit (1) Dip aus Avokado, Tomate, Zwiebel, "Lemonjuce" (Limonensaft) oder (2) Dip aus "Cream" (Sahne) mit "Maggi Onion-Soup" (Mischung Zwiebelsuppe von Maggi) und Limonensaft). Ich unterhalte mich mit den meisten der Gäste. Es gibt rießen Beef (Rindfleisch) aus dem Smoker (Rauchgrill) und gegrillte Muscheln. Dazu "Salat & Buns" (Salat und Brötchen :). Zum Nachtisch Tiramisu. Als ich mich bei Jill für das tolle Essen bedanke sagt sie nur: "Greame is the chef, cause he loves to eat!" (Greame ist der Koch, weil er es liebt zu essen!).
22:30 Ich verabschiede mich als einer der Ersten und brauchte dafür über eine Stunde!
"Spezialauftrag - small crash - Brief" Greame schickt mich mit seinem Toyota SUV mit "manual" (Manueller Kuplung) auf eine 40 km entfernte Plantage zum Blütensäcke abholen. Sein Auto fährt sich gut. Kuppeln mit links geht gut. Den Sitz schaffe ich nur irgendwie nicht nach vorne zu stellen. Der Tacho zeigt "miles per h"(Meilen pro Stunde) an. Upsala, deswegen fühlt sich das so schnell an bei 100 Sachen :)
Auftrag erfolgreich ausgeführt. Greame: "Tomorow no work. It's a holy day, the day of the queen. I am verry religious" (soll heißen: Greame's Konfession ist die der Kirche von England. Morgen habe ich frei.)
Beim heimfahren touchetiere ich beim wenden Holzpfosten der Stallseilbefstigung die die Reihen der Plantage säumen. Uuh, das sieht nach abgeplatztem Lack und einer Schürfwunde an der Schürze aus. Beim auf die Hauptstraße abbiegen gerate ich fast in den Gegenverkehr. Was ist den heute los? Ich bin total kaputt.
Noch schnell bei Miri meinen Brief abholen in dem die Legende der Straßenzulassungsanmeldung aufgelistet ist. Hallo wie geht's? Sie ist am kränkeln, Rückenschmerzen. Aber wird schon wieder. "Bis bald. Ciao"
"1. Adventssonntag" Da ich frei habe, nehme ich mir heute wieder vor in die Kirche zu gehen. Für um 10:00 mache ich mich fertig. 9:50 erreiche ich die
Abonnieren
Kommentare (Atom)
