Sonntag, 17. November 2013

Wochenzusammenfassung Tag 20 – 27

Tag 20 - Jobaussicht - Autosuche 
Auckland. Jobsuche im Office meiner Reiseorganisation. Eine gute Aussicht für Tauranga auf einer „Kiwi Fruit Orchard“ (Kiwifrucht Plantage).
Meine Gastfamilie (speziell Torri's Freund Garreth) hilft mir mit der Auto-Recherche über das Internet.
Noch ein paar Abschiedsfotos mit Kym und Neil schießen.
Kym und Neil waren die besten Gasteltern die ich mir vorstellen konnte. Danke.


Tag 21 – Autokauf – Roadtrip - Tauranga
Heute mache ich mich mit dem Intercity-Bus für 18 $ von Auckland nach Hamilton auf.
Hamilton. Dort kaufe ich vom Gebrauchtwagenhändler einen „Station Wagon“ (Kombi) für 2000 $ NZ. Gemeinsam mit dem Händler fülle ich bei der Post die Formulare für die Ummeldung des Fahrzeug-Besitzers aus. Und er muss die Straßenzulassung um 4 Monate für das Fahrzeug verlängern. Die erste lange Fahrt zurück nach Auckland im Linksverkehr klappt super. Die integrierte Automatikschaltung macht es mir sehr einfach. So lange ich dem Vordermann hinterher fahre kann nichts schief gehen. Auckland. Ich packe meine Sachen ins Auto, schließe noch „Online“ (im Internet) eine günstige Autoversicherung für Rucksacktouristen ab und verabschiede mich von meiner Gastfamilie. Ihr Kommentar zum Auto: „Nice vehicle“ (gutes Auto). Mein Kommentar: „It looks like a RAT but it runs like a TIGER!“ (Sieht aus wie eine Ratte aber läuft wie ein Tiger). Sie sagen mir das noch nie ein Gaststudent ihr Haus mit einem Auto verlassen hat. Als ich davon fahre, winken sie mir hinter her.
Mein neues Auto im Sonnenuntergang


Tauranga. Ich habe mich bei Miriam und Daniel aus Deutschland angemeldet. Sie beide machen als Pärchen seit September ebenfalls Reisen und Arbeiten in Neuseeland. Miriam kommt aus Birkungen. Wir kennen uns schon von Früher durch gemeinsamen Musikprojekten im Eichsfeld. Ihr Freund kommt aus dem Erzgebirge. Sie haben sich beim Studium kennengelernt. Im Ortsteil „Maunganui“ haben sie eine Wohnung unmittelbar am Strand mit 3 weiteren Mitbewohnern: Mairi aus Schottland, David aus England und Alex aus Chile. Jeder von ihnen arbeiten um die eigene Reisekasse aufzubessern. Interessant welche Geschichten sie erzählen und was für Erfahrungen jeder von ihnen gesammelt hat. In ihrer Wohngemeinschaft darf ich für ein paar Nächte „Couchsurfing“ (soziales Netzwerk im Internet für kostenneutrales Übernachten) machen.

Couchsurfing bei: Daniel, Miriam, Alex und David (Mairi ist leider auf Arbeit als wir das Foto schießen).


Tag 22 – Jobsuche – Einkauf - Erklimmen des Mt Maunganui
Ich versuche die Kontakte für einen Job anzurufen. Ich hab kein Netz. Mist.
Ich fahre in das Zentrum von Tauranga. Ziel: „Pack'n'Save“ (günstigster Nahrungsmittelladen) und „Warehouse“ (Laden wo man fast alles bekommt).
Voll gepackt mit tollen Sachen ...

Leider muss ich beim Weg auf die Bank feststellen, das ich kein Geld abheben kann, da die Transaktion vom deutschen Konto auf mein Kreditkartenkonto noch nicht abgeschlossen ist. Mist.
Immerwieder versuche ich mit meinem Handy zu telefonieren. Kein Netz.
Ich erklimme den Berg „Mt Maunganui“ zum gleichnamigen Stadtteil. Herrliches Wetter, interessante Natur, viele Sportler die den Berg hoch und runter joggen. Eine tolle Aussicht auf Tauranga und die angrenzende Hügellandschaft sowie die Ostküste und das Meer.
Blick vom Mt Muanganui auf Tauranga: Das ist nur der Stadtteil "Muanganui" und ein Teil "Papamoa".
Das ist ein Neuseeland Schaf. Erkennt man eindeutig am Wasser im Hintegrund :)

Suchbild: finde das Kaninchen

Sieht aus wie ein Postkartenmotiv oder?


Meer, steinige Küste, Rasen und dan Berghang.
Zwei Skydiver lassen sich mit ihrem Lenkschirm von der konstanten Aufwinden die vom Meer kommen gekonnt an der Klippe auf und ab treiben. Zur Belustigung für eine Gruppe indischer Studenten, die das ganze mit ihren Handys filmen.
Der Skydiver und die Indischen Studenten.

 Beim Abstieg spricht mich ein älterer Herr an. Wir halten Smaltalk.



Tag 23 – Jobsuche in Tauranga und Umgebung 
Mit den Arbeitgeber-Kontakten von Miriams und Daniels Wohngemeinschaft mache ich mich auf die Jobsuche. Erst im Stadtzentrum grase ich ein paar Adressen ab:
- "trade staff" (Fachpersonal, Arbeits-Agentur): Ich trage mich in eine Liste ein. Ich werde per Anruf benachrichtet wenn es Arbeit gibt.
- "work&income"(Arbeit und Einkommen, Arbeits-Agentur): Ich müsste mich erst per Anruf registrieren und dann kann ich mich für Jobs bewerben.
- "goverment for children, youth and family" (Staatliches Amt für Kinder, Jugend und Familie): Ich könne mich nur online bewerben.
- "Backpacker Center Tauranga" (Jugendherberge): Dee/ Gee erklärt mir, dass momentan das Hostel ausgebucht ist und ich mich in 3 Tagen nochmal melden soll. Er kann mir Arbeit verschaffen aber nur wenn ich im Hostel wohne.
Kati Kati. Ich probier es bei einigen „Packhouses“ (hier werden Früchte verpackt). Die Saison beginnt hier erst Ende Januar. Aber ich bekomme im "Pack'n'Cool" eine Nummer für Naresh.
Zurück in Maunganui kaufe ich eine 2degree- SIM-Karte + 20$ Guthaben (im Countdown). Rein ins Handy. Naresh anrufen. Ja, komm morgen vorbei ich habe Arbeit. Ein Erfolg.

Tag 24 & 25 – „Flower Picking“ 
Ich fahre für um 8:00 morgens über 40 km von Muanganui bis Kati Kati und fange an mit „Male-Kiwiflower-Picking“ (männliche Kiwiblüten pflücken). Mit mir arbeitet die deutsche Maria. Sie sagt das ist alles Abzocke und Ausnutzung. Ich werde pro kg mit 5,50$ bezahlt. Oh Mann, ist das harte Arbeit. Ich habe jeden Tag Nacken- und Rückenschmerzen vom nach oben gucken und über Kopf pflücken. Denn die Kiwibäume werden in der 4 Hekta großen „Orchard“ (Plantage) auf einer Höhe von 1,55 bis 1,80 gehalten. Ich arbeite bis um 17:30 mit einer Mittagspause. Zwischendurch immer Trinken. Und aufpassen das alle Körperstellen die mit der Sonne in Berührung kommen gut geschützt sind. Entweder mit Kleidung oder Sonnenkrem. Am ersten Tag schaffe ich 8 kg zu pflücken. Der tagesbeste Pflücker schafft über 50 kg. Wie soll das gehen? Am zweiten Tag sind es bei mir schon immerhin über 15kg.  Ich steigere mich.

Auf der Kiwi Fruit Orchard (Plantage).

Ein Igel läuft mir über den Weg.

Ich soll möglichst die geschlossenen reifen männlichen Blüten pflücken.


Tag 26 – „Church“ (Kirche) mal anders
Tauranga Zentrum. Heute möchte ich in die Kirche gehen. „Holy Trinity“ (Heilige Dreifaltigkeit) hört sich gut an. Von außen sieht es aus wie ein Theater. Am Empfang werde ich freudig begrüßt und bekomme ein Namensschild. Ich werde einem netten Rentner-Ehepaar zugeteilt, die mich „an die Hand nehmen“, damit ich mich zurecht zu finde. Ich betrete kein Kirchenschiff sondern einen Saal mit Bühne und Kinosesseln. Der Gottesdienst wird jeden Sonntag von einer professionellen Kirchen-Band gestaltet und mit Beamern der Liedtext an die Wand projiziert. Jeder singt mit und bewegt sich. Es ist eine anglikanische Kirche. Interessant. Nach der Messe werde ich beim Kaffee-Empfang einer deutschen Frau vorgestellt die mit einem Neuseeländer zusammen ist. Heike und Bryan laden mich zum „Lunch“ (Mittagessen) zu sich nach Hause ein. Bryan steigt zu mir ins Auto und lotzt mich zu ihrem ca 15 km entfernten Haus im Stadtteil Ohauiti. Heike kauft der Weil noch schnell ein. Es kommen noch 3 andere Gäste. Alles sehr nette Rentner. Zum Essen  gibt es als Vorspeiße leckeren Fisch, als Hauptgang frischen Räucherfisch (mit Manuka-Holz gerächert) mit Kartoffelauflauf und zur Nachspeiße Pavlova (real Kiwilike, unbedingt innen noch kremig) mit Vanille-Eis und Erdbeeren. Die beiden geben mir Kontaktdaten von Freunden die für mich Arbeit eventuell Arbeit haben. Ich bleibe bis nach dem Rugby-Spiel England gegen die "All Blacks" und verabschiede mich dann. Heike sagt falls ich mal eine Übernachtungsmöglichkeit brauche ist das bei ihnen kein Problem. Danke. Ich rufe noch am selben Tag an. Von Jill und Graeme bekomme ich eine Adresse wo ich morgen um 8:00am anfangen kann.

Tag 27 – Neuer Arbeitsplatz - Selbe Aufgabe - bessere Bezahlung
„Welcome Bay Orchard“: Ab heute habe ich einen neuen Job. Zwar ist es die gleiche Aufgabe aber dafür werde ich bessere bezahlt. Ich bekomme 7$ pro kg. Noch dazu ist es ein kürzerer Weg zur Arbeit. Simon, mein neuer Chef ist Chinese. Sehr nett. Aber auch sehr penibel. Die Ausrüstung ist professionell: eine Rucksack den man vor dem Bauch trägt und durch einen Karabinerhaken nach unten zu einem Schlauch öffnen kann. Das ist viel einfacher.

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